Im Bregenzerwälder Handwerk liegt die Meisterschaft eines Tales

Das Bregenzerwälder Handwerk hat sich eine gestalterische Kompetenz schon über Jahrhunderte erworben. Legendär sind die Auer Lehrgänge, wo Bildung und Selbstbildung bereits Programm waren. In ganz Europa bekannt und verteilt sind die von den Auer Baumeistern errichteten Barockkirchen und Klöster. Eine hoch entwickelte Bau- und Wohnkultur ist für jeden, der im Bregenzerwald unterwegs ist, augenfällig. Der Umgang mit Materialien und Ressourcen bewegt sich auf hohem Niveau, zu sehen an vielen Häusern und Bauten, mit ihren sorgfältig ausgebildeten Details. Unübersehbar ist ein Gespür für Formen und Proportionen, in traditioneller genauso wie in moderner Gestalt. Dinge so gut wie möglich zu machen, das ist ein breiter Anspruch, der aus einer lebendigen Handwerkstradition kommt. Heute ist es das Handwerk, das sich mit formschönen und zweckmäßigen Produkten einen Namen über die Grenzen hinaus gemacht hat. Die Offenheit und Helligkeit, eine behutsame Nutzung des heimischen Baustoffes Holz und eine junge Architekturszene bringen neue Qualitäten in die alpine Landschaft.
 

 

Das Wissen und Können der Menschen, gesammelt über Generationen von Vielen, gehört zu einer Gegend dazu. Im Bregenzerwälder Handwerk liegt die Meisterschaft einer ganzen Talschaft begründet. Auf dieser Grundlage bilden sich Handwerks-Tugenden wie Innovation, Flexibilität und Improvisation. Genannt seien schnelles und geschicktes Reagieren auf neue Gegebenheiten; Wissenstransfer über Beziehungen aufzubauen; Arbeit zu planen und zu organisieren, in kleinen und familiären Strukturen, unter Einbeziehung der Frauen. Daraus bilden sich jene Unternehmens- und Wissensfaktoren, die das Handwerk zu einer wirtschaftlichen Säule der Region machen. Gebildet haben sich diese Fähigkeiten über Jahrhunderte, oft unter schwierigen Arbeitsbedingungen und materieller Not.

 

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